Vorsicht bei E10
Nicht nur das Falschtanken von Benzin statt Diesel (oder umgekehrt) kann an Ihrem Fahrzeug zu erheblichen Schäden führen.
Auch der neue Bio-Treibstoff E10 ist keinesfalls ungefährlich und nicht für alle Fahrzeugtypen geeignet!
Dass mit E10 ein weiterer Kraftstoff hinzugekommen ist, macht das Tanken sicher nicht einfacher.
Ganz im Gegenteil!
E10 enthält 10% Bio-Ethanol statt bisher 5%, darf aber nicht in jedes Fahrzeug getankt werden.
Es ist also Vorsicht geboten, denn nur etwa 9 von10 Fahrzeugen sind auch wirklich E10-tauglich!
Ähnlich wie beim Falschtanken von Benzin statt Diesel, besteht auch hier eine akute Korrosionsgefahr.
Ethanol ist ein aggressiver Stoff, der sich schadhaft auf Materialien wie Lack, Kunststoff, Mangnesium und Aluminium auswirkt.
An Fahrzeugen sind unzählige Dichtungen, Kunststoff-, Gummi- und Aluminiumteile verbaut.Leitungen und Tanks oder deren Legierungen beinhalten Metale wie Aluminium oder Mangnesium. Zudem hat Ethanol mit 425°C eine viel höhere Zündtemperatur als zu Ottokraftstoff verarbeitetes Motoren-Benzin, das nur eine Zündtemperatur von etwa 200-300°C aufweist.
Damit erhöht sich auch die Verbrennungstemperatur Ihres Motors. Bauteile und deren Materialeigenschaften werden durch den höheren Ethanolgehalt stärker belastet und wirken sich negativ auf deren Funktion und Lebensdauer aus.
Ob Ihr Fahrzeug den neuen E10 Bio-Ethanol Kraftstoff auch wirklich verträgt, können Sie bei dem jeweiligen Hersteller in Erfahrung bringen.
Haben Sie fälschlicherweise E10 statt E5 getankt, dann sollten Sie den falsch getankten Treibstoff lieber gleich abpumpen lassen, ehe es zu Korrosionsbildung und weiteren Schäden an Ihrem Fahrzeug kommt.
Achtung:
Durch Falschtanken verursachte Schäden werden von keiner KFZ-Versicherung abgedeckt!
Es handelt sich hier um einen sogenannten „nicht versicherten Betriebsschaden“ mit eigener Haftung.
Alle verursachten Reparaturkosten müssen in solchen Fällen selbst getragen werden.








